GEMEINSCHAFT Marius Sucevan

Fertige Autobahn bleibt zu: USR fordert Abnahme der 12 km der A3.

Horațiu Cosma, Staatssekretär im Verkehrsministerium, auf dem fertigen, aber noch geschlossenen Abschnitt der Autobahn Transilvania

Ein 12,24 Kilometer langer Abschnitt der Autobahn Transilvania zwischen Zimbor und Poarta Sălajului ist fertig, bleibt aber für den Verkehr gesperrt: Der Staatssekretär im Verkehrsministerium, Horațiu Cosma (USR), erklärte am Sonntag in einer von der USR verbreiteten Botschaft, dass der Generaldirektor der Straßenbehörde CNAIR, Cristian Pistol, keine Abnahmekommission zum Abschluss der Arbeiten entsandt hat. Das Bild oben sagt alles: ein Mann des Ministeriums auf einer neuen, leeren Autobahn, über die nur der Wind zieht.

Eine von uns bezahlte Autobahn, auf der niemand fährt

Die Eröffnung war für Juli angekündigt: Ende Mai meldete der CNAIR-Direktor laut AGERPRES einen Baufortschritt von 98%, und die Lokalpresse in Cluj und Sălaj schrieb, Abnahme und Eröffnung kämen im Sommer. Der rumänische Baukonzern UMB hat seine Arbeit beendet: Anschlussstellen, Markierungen und Leitplanken sind fertig, so die USR in der von Bursa zitierten Botschaft. Es fehlt nicht der Asphalt, es fehlt eine Unterschrift: die Abnahmekommission, die CNAIR nach Bauende schicken muss.

Der Fall ist kein Einzelfall. Laut HotNews und dem Verband Pro Infrastructura stehen diesen Sommer drei Autobahnabschnitte fertig, aber ungeöffnet da: einer am Bukarester Ring A0 zwischen Pantelimon und Glina, einer an der Moldau-Autobahn A7 und dieser an der A3. Zwei davon liegen seit über einem Monat bei 99%. Pro Infrastructura nennt sie “Museen”: mit unserem Geld bezahlte Bauwerke, die niemand nutzen darf.

Warum zählen 12 Kilometer für die Diaspora?

Weil die Autobahn Transilvania auf der Karte unser Weg nach Hause ist. Die 2004 begonnene A3 wird Borș, den Grenzübergang zu Ungarn, mit Oradea, Zalău, Cluj und weiter mit der Landesmitte verbinden: genau die Route, die wir Sommer für Sommer mit dem Auto fahren, aus Deutschland, Italien, Österreich oder Spanien. Die Fachpresse schreibt, 2026 sollen mindestens 68 neue Kilometer zwischen Cluj und Oradea in Betrieb gehen. Jeder eröffnete Abschnitt bedeutet gewonnene Stunden und weniger Risiko auf vollen Landstraßen; jeder aus Bürokratie geschlossene Abschnitt bedeutet das Gegenteil. Wir haben auch über Cenad, die erste Gemeinde bei der Einreise von Westen berichtet: Wie der Weg nach Hause aussieht, ist kein Detail, es ist das erste Zeichen des rumänischen Staates, wenn wir die Grenze passieren.

Was das für uns bedeutet

Wir wollen einen Staat, der so ernsthaft arbeitet wie die Menschen, die ihn bezahlen. Genau dafür ist die USR in der Regierung: Das Verkehrsministerium, interimistisch geführt von Radu Miruță (USR), hat über Staatssekretär Horațiu Cosma öffentlich verlangt, dass die Abnahme erfolgt und die Autobahn öffnet. Das ist kein abstrakter Streit zwischen Institutionen: Es ist der Unterschied zwischen einem Staat, der liefert, und einem, der die Schlüssel in der Tasche behält. Denselben Reflex zeigte die gestoppte Verschwendung im Außenministerium: Respekt vor öffentlichem Geld heißt Leistungen, die bei den Menschen ankommen, nicht Papiere, die warten.

Als Vicepreședinte USR Italia glaube ich: Der Weg nach Hause verdient dieselbe Ernsthaftigkeit wie der Weg zur Arbeit. Wenn ihr diesen Sommer die Grenze bei Borș oder Nădlac passiert habt, schreibt mir: Wie lange hat es gedauert, was habt ihr unterwegs vorgefunden? Eure Erfahrungen sind unsere Argumente in den Gesprächen in Bukarest.

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