GEMEINSCHAFT Marius Sucevan

Wer kümmert sich um unsere Lieben zu Hause: die USR-Lösungen für schutzbedürftige Menschen.

409 schutzbedürftige Menschen wurden nach Ermittlungen der DIICOT in illegalen Heimen im Kreis Bihor gefunden und in Zentren und soziale Dienste in 20 Kreisen verlegt, so die vom Arbeitsministerium zusammengeführten Daten. Nur 171 von ihnen hatten Ausweisdokumente, 11 nicht einmal eine Personenkennzahl. Auf diesen Fall antwortet die USR mit einem Paket konkreter Lösungen: klare Regeln für Häuser, die schutzbedürftige Menschen aufnehmen, verbindliche Mindeststandards und strafrechtliche Konsequenzen für die Übergabe an Einrichtungen ohne Lizenz.

Was in Bihor geschah, kurz gefasst

Der Fall hat eine Grauzone der Sozialfürsorge offengelegt: Orte ohne Lizenz und ohne Standards, in denen schutzbedürftige Erwachsene landen, die keine Wohnung, keine Familie und keinen Rückhalt haben. Auch die Notverlegung hatte ihren Preis: Laut Presseberichten starb ein 55-jähriger Mann aus den Heimen in Bihor kurz nach der Verlegung in ein Zentrum in einem anderen Kreis. Hinter jeder Zahl steht ein Mensch, der vollständig von anderen abhängig war.

Was die USR konkret vorschlägt

Das Maßnahmenpaket, vorgestellt vom USR-Abgeordneten Emanuel Ungureanu, ruht auf drei Säulen:

  1. Anerkannte und lizenzierte Gemeinschaftshäuser. Die USR hat dem Arbeitsministerium Änderungsvorschläge zur HG 268/2026 übermittelt, damit die “Gemeinschaftshäuser für Pflege und Unterstützung” offiziell in das Verzeichnis der sozialen Dienste aufgenommen werden: kleine, in die Gemeinschaft integrierte Häuser für schutzbedürftige Erwachsene ohne Wohnung, Familie oder ausreichenden Rückhalt, die keine kontinuierliche medizinische Versorgung brauchen.
  2. Verbindliche Mindeststandards: Wasser, Heizung, Essen, Hygiene, angemessene Betten, Brandschutz, Achtung der Privatsphäre, Zugang zu medizinischer Versorgung und Schutz vor Missbrauch.
  3. Strafrechtliche Verantwortung: Zu Beginn der Parlamentssitzung wird die USR vorschlagen, dass die wissentliche Übergabe einer schutzbedürftigen Person an eine Einrichtung ohne Lizenz eine Straftat wird.

Der Grundgedanke ist einfach: Die Solidarität der Gemeinschaft soll nicht bestraft, sondern geregelt werden, damit kein Raum für Missbrauch bleibt.

Was das für uns bedeutet

Für uns, die wir weggegangen sind, ist das eine der persönlichsten Ängste: ein alter Elternteil, ein kranker Bruder, ein Verwandter, der allein nicht mehr zurechtkommt, und wir Tausende Kilometer entfernt. Von dort kann man kein Zentrum überprüfen, nicht unangekündigt vorbeischauen, die Pflegekräfte nicht kennen. Die einzige echte Garantie aus der Ferne ist ein System, in dem die Lizenz etwas bedeutet: öffentliche Standards, regelmäßige Kontrollen und Konsequenzen für alle, die außerhalb des Gesetzes arbeiten. Genau deshalb zählt dieses Paket für die Diaspora doppelt: Es verwandelt blindes Vertrauen in überprüfbares Vertrauen.

Mein Engagement

Als Vicepreședinte USR Italia unterstütze ich dieses Paket und werde es auf dem gesamten Weg begleiten: die dem Arbeitsministerium übermittelten Vorschläge und die strafrechtliche Initiative im Herbst. Viele von uns schicken Geld nach Hause für die Pflege eines geliebten Menschen: Wir haben das Recht zu wissen, dass dieses Geld an einen sicheren, lizenzierten und kontrollierten Ort geht.

Hast du jemanden zu Hause, der von einem Zentrum, einem Heim oder einer Pflegekraft abhängig ist? Schreib mir, was dir helfen würde, aus der Ferne ruhiger zu sein: Eure Erfahrungen geben diesen Vorschlägen Gewicht in der öffentlichen Debatte.

← Zurück zum Jurnal