EUROPA Marius Sucevan

Frauengesundheit: PNRR streicht letzte 10 Millionen Euro.

Gesundheitsminister Alexandru Rogobete bei einer Pressekonferenz, mit Aufnahmen aus einem Zentrum für Familienplanung und dem Logo des Gesundheitsministeriums

Das rumänische Gesundheitsministerium hat bei den Verhandlungen im Juli 2026 mit der Europäischen Kommission die letzten 10 Millionen Euro für Familienplanungszentren im ganzen Land endgültig aus dem PNRR gestrichen. Bekannt gemacht hat das Vlad Voiculescu, ehemaliger Gesundheitsminister und USR-Europaabgeordneter, am 31. Juli 2026, zusammen mit dem Bild oben aus einem solchen Zentrum.

Was geschah mit dem Geld für die Gesundheit der Frauen?

2022 kamen 83 Zentren für Familienplanung auf die PNRR-Finanzierungsliste für Renovierung und Ausstattung: Geräte zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, zur Schwangerschaftsüberwachung und für Beratung. Die Zahl sank schrittweise: Nach einer Neuverhandlung mit der Europäischen Kommission waren bis 2025 nur noch 24 Zentren mit unterzeichnetem Vertrag übrig, die Summe auf rund 215.000 Euro reduziert. Eine Recherche von HotNews zeigt, was das konkret bedeutet: Ärztin Diana Bonea aus Baia Mare untersucht ihre Patientinnen auf einem gynäkologischen Untersuchungsstuhl, der ein halbes Jahrhundert alt ist, ohne Alternative. Im April 2026 hatte Minister Alexandru Rogobete, laut Snoop, erklärt, das Projekt liege „im Zeitplan”. Drei Monate später strich das Ministerium die Finanzierungslinie von der Liste.

Ein Muster, das man schon kennt

Kein Einzelfall. Die Regierung Ciucă hatte im Februar 2023 die Liste von 27 Krankenhäusern genehmigt, die mit über 2,1 Milliarden Euro aus EU-Mitteln über den PNRR gebaut oder modernisiert werden sollten.

Grafik von USR Central: Wie Rogobete und Rafila 1,8 Milliarden Euro an EU-Zuschüssen für rumänische Krankenhäuser verloren

Voiculescu, der Gesundheitsminister war, als der PNRR-Gesundheitsplan entstand, sagt, heute habe nur ein kleiner Teil dieser 27 Krankenhäuser noch reale Chancen auf Fertigstellung, manche ohne Geld selbst für bereits geleistete Arbeiten. USR Central verbreitete am 31. Juli 2026 die Grafik oben, die den PSD-Ministern Alexandru Rafila und Alexandru Rogobete einen Gesamtverlust von rund 1,8 Milliarden Euro an nicht rückzahlbaren EU-Mitteln zuschreibt. Die Streichung bei der Familienplanung ist durch zwei unabhängige Recherchen bestätigt; die Gesamtbilanz bei den Krankenhäusern bleibt vorerst nur eine Behauptung der USR.

Was bedeutet das für uns?

Für viele von uns ist die Gesundheitsversorgung zu Hause keine abstrakte Statistik: Es ist die Mutter oder Schwester, die in ein Familienplanungszentrum mit vierzig Jahre alter Ausstattung geht, es ist die Rückkehr-Entscheidung, die auch davon abhängt, wie gut das Krankenhaus in der Heimatstadt funktioniert. Dieses Geld war ein kostenloser EU-Zuschuss, gedacht genau für die Grundversorgung, die wir dort, wo wir jetzt leben, für selbstverständlich halten.

Mein Rat

Als Vizepräsident der USR Italien finde ich: Ein Minister, der im April sagt, „wir liegen im Zeitplan”, und im Juli die Finanzierung streicht, schuldet den Rumänen eine Erklärung, kein Schweigen gegenüber Journalisten. Es ist dieselbe Art von Reform, über die ich schon beim rechtzeitig erreichten Biodiversitäts-Meilenstein oder beim jahrelang verschobenen Besoldungsgesetz geschrieben habe: PNRR-Gelder gehen genau dann verloren, wenn niemand sie mit Namen und Funktion verfolgt. Wenn du wissen willst, wie es um das Projekt in deiner Stadt steht, prüfe die öffentliche Liste des Gesundheitsministeriums und schreib mir, was du findest.

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