GEMEINSCHAFT Marius Sucevan

Nur 23 Terrassen verstoßen gegen Rumäniens Strandgesetz.

Nur 23 Terrassen an der rumänischen Küste verstoßen diesen Sommer noch gegen das Strandgesetz, gegenüber über 100 in früheren Saisons, wie Kontrollen von Umwelt-, Wasser- und Forstministerin Diana Buzoianu (USR) zeigen.

Warum war die Umweltministerin vor Ort in Constanța?

Diana Buzoianu war mit Inspektoren und der Wasserbehörde Dobrogea-Litoral (ABADL) an der Küste unterwegs, um die Strände direkt zu prüfen, auch den Bereich Mamaia. Bei dieser Gelegenheit kritisierte die Ministerin offen, wie das Sandaufschüttungsprojekt der vergangenen Jahre umgesetzt wurde: Sie glaube nicht, dass das Projekt so, wie es geplant und ausgeführt wurde, sinnvoll gewesen sei, und in manchen Bereichen habe man nun praktisch “eine Wüste, bevor man das Wasser erreicht”. Die Arbeiten sind aber zu 95 bis 99 Prozent abgeschlossen und können daher nicht mehr rückgängig gemacht werden; das Ministerium sucht nun nach Lösungen, damit diese Flächen besser genutzt werden.

Was das für uns in der Diaspora bedeutet

Der Sommer ist die Zeit, in der viele von uns nach Hause zurückkehren, und die Küste ist oft die erste Station, besonders für Familien mit Kindern. Ein öffentlicher Strand, der illegal von einer Terrasse besetzt wird, oder Sand, der ohne durchdachtes Konzept aufgeschüttet wurde, sind keine technischen Details: Es sind genau solche kleinen Dinge, an denen wir bei jeder Rückkehr spüren, ob der Staat wirklich funktioniert oder nur verspricht. Diana Buzoianu ist dieselbe Ministerin, die erst vor wenigen Tagen Strafanzeigen wegen illegaler Abholzung in Rumäniens Wäldern ankündigte: Die Kontrolle an der Küste zeigt dieselbe Art von Präsenz vor Ort, nicht nur Pressemitteilungen. Für die Diaspora ist ein Staat, der prüft, offen zugibt, was nicht funktioniert hat, und nach Lösungen sucht, statt zu verschweigen, genau der Grund, warum die Rückkehr nach Hause Jahr für Jahr weniger ein Sprung ins Ungewisse wird.

Was tun, wenn ein Strand illegal besetzt ist?

Wenn du diesen Sommer an die Küste fährst und eine Terrasse oder einen Bau findest, der den freien Strandzugang blockiert, kannst du das der Umweltgarde oder der Wasserbehörde Dobrogea-Litoral melden, mit genauem Ort und, wenn möglich, einem Foto. Je mehr konkrete Meldungen bei den zuständigen Kontrollbehörden eingehen, desto schwerer wird es, solche Verstöße nächstes Jahr zu übersehen.

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