EUROPA Marius Sucevan

Zweite Drohne in zwei Tagen: Rumänien schützt seinen Luftraum.

Foto aus dem Post von USR Central: rumänischer Pilot im Cockpit einer F-16, mit der Trikolore am Helm, über den Wolken

Am Samstag, dem 25. Juli, um 8:34 Uhr hat eine F-16 der rumänischen Luftstreitkräfte eine unerlaubt eingedrungene Drohne abgeschossen, etwa 10 Kilometer westlich von Sfântu Gheorghe im Kreis Tulcea, über unbewohntem Gebiet, so das Verteidigungsministerium MApN: die zweite Drohne an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, nach der Premiere vom Freitag bei Padina. Das von USR Central verbreitete Foto, ein rumänischer Pilot im Cockpit einer F-16, sagt das Wesentliche: Rumäniens Himmel wird nicht mehr nur auf dem Papier verteidigt.

Wie lief der zweite Abfangeinsatz ab?

Die vom MApN mitgeteilte Chronologie zeigt eine noch schnellere Reaktion als am Freitag: Um 8:22 Uhr erfassten die Radarsysteme ein neues unerlaubtes Eindringen, eine Drohne im Grenzgebiet zur Ukraine. Zwei F-16 Fighting Falcon im Air-Policing-Dienst fingen das Ziel ab und schossen es sicher ab, 12 Minuten nach der Erfassung, ohne Opfer und ohne Schäden. Ein vom MApN mitgeteiltes und von der Presse aufgegriffenes Detail: Es war derselbe Pilot, der schon am Freitag die Drohne bei Buzău abgeschossen hatte.

Vizepremier und Verteidigungsminister Radu Miruță (USR) fasste zusammen: „Rumänien hat etwas Einfaches bewiesen: Es verteidigt sein Territorium und reagiert entschlossen”, eine Botschaft, die auch Außenministerin Oana Țoiu teilte. Zwei Drohnen an zwei Tagen, so der Minister, seien kein Zufall mehr, sondern der Beleg, dass die Strategie und die Investitionen in die Verteidigung Ergebnisse liefern.

Was antwortet der Verteidigungsminister auf Desinformation?

In denselben Stunden kursierten in den Netzwerken auch Spekulationen, und Radu Miruță antwortete Punkt für Punkt, in einer von USR Central aufgegriffenen Botschaft. Wer behauptete, die Drohne habe die „Militärbasis Ianca” angesteuert, den erinnerte der Minister daran, dass in Ianca seit vielen Jahren keine Militärbasis mehr in Betrieb ist, verbunden mit der Bitte, Fakten zu prüfen, bevor man Desinformation verbreitet. Wer einen zu späten Eingriff beklagte, dem erklärte er, das Ziel sei durchgehend überwacht und erst bekämpft worden, als die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet war. Über manche selbsterklärte Souveränisten bemerkte der Minister, sie wirkten mehr davon gestört, dass die Armee ihre Pflicht getan hat, als von den russischen Drohnen in unserem Luftraum. Er räumte zugleich offen ein, dass Rumänien noch nicht genug Antidrohnensysteme hat und die F-16 nicht die Standardlösung für solche Ziele ist: Man hole das Maximum aus dem Vorhandenen heraus, während die Beschaffung voranschreitet.

Was bedeutet das für uns in der Diaspora?

Die Reaktion Europas kam am selben Tag. „Die Sicherheit Rumäniens ist die Sicherheit Europas”, schrieb der Präsident des Europäischen Rates, Antonio Costa, der die schnelle und wirksame Antwort der rumänischen Behörden lobte und volle Solidarität mit Rumänien und seinen Menschen erklärte, samt der Zusage, die Sicherheit der EU auch an der Ostgrenze zu stärken. Für uns, die wir in anderen europäischen Ländern leben, ist dieser Satz keine abstrakte Diplomatie: Rumäniens Ostgrenze ist die Grenze der Union, in der wir arbeiten, und die Professionalität der rumänischen Armee zeigt sich auch im Vertrauen der Partner.

Und noch etwas betrifft uns direkt: die Desinformation. Die vom Minister widerlegten Spekulationen kursierten vor allem in sozialen Netzwerken, genau dort, wo sich unsere Community täglich informiert. Die Entfernung von zu Hause macht das Prüfen schwerer, und die Angst verbreitet sich schneller als die Richtigstellung.

Mein Rat

Als Vicepreședinte USR Italia bleibt mein Rat der vom Freitag: Informiert euch aus offiziellen Quellen, MApN und MAE, nicht aus viralen Screenshots. Wenn ihr in Diaspora-Gruppen eine alarmierende “Nachricht” über Drohnen seht, sucht zuerst die offizielle Mitteilung und teilt erst danach. Und wer besprechen will, was die Sicherheit des Landes für uns in der Ferne bedeutet, schreibt mir.

← Zurück zum Jurnal